5. - 8. August Nestea European Champinonship Tour, Swiss Masters, Luzern





Swiss Masters, Luzern
5.-8. August 2006

Letzter internationaler Auftritt für HK in der Schweiz

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Es brauche einen guten Tag, um gegen Julius Brink/Christoph Dieckmann gewinnen zu können, meinte Patrick noch am Vorabend - den "guten Tag" erwischten Stefan und Patrick nicht unbedingt. Die Deutschen, Weltranglisten Nr. 3, schienen besser aufgestanden und frischer. HK waren die vier harten Spiele vom Vortag irgendwie noch anzumerken. Wenig lief im ersten Satz für Steff und Päddy zusammen: Dieckmann servierte sehr präzis - ihm gelangen gleich vier Servicewinner. Der Spielaufbau von HK war damit gestört, der Game-Plan des Deutschen-Spitzenteams ging voll auf. Da nützten auch die drei Service-Winner Patricks nicht mehr viel. Einen Fünfpunkte-Rückstand holt man gegen die Nr. 3 der Welt nicht einfach so wieder auf. 15:21. "Wir waren zu müde und waren zum Teil ratlos. Christoph und Julius spielten zu gut.", sagt Päddy nach dem Spiel.


Julius gegen Patrick.
(Bild: GSM HOCHZWEI)

In Satz Nummer 2 servierte Patrick gleich zu Beginn wieder stark. HK waren jetzt im Spiel und führten phasenweise mit zwei Punkten Vorsprung. Doch Julius Brink war nicht zu knacken - spielte absolut fehlerfrei und sollte später zum Matchwinner avancieren. Dieckmann blockte erfolgreicher als Heuscher. Bei 16:16 folgte die Julius-Brink-Show: Der 186 cm (kleine) Weltmeisterschaftsdritte spielte ganz gross auf. Zweimal in Serie verteidigte er Steffs Angriffe, verwandelte die Punktbälle und setzte mit zwei Servicewinnern noch zwei Punkte drauf. So stand es plötzlich 16:20. Auch Päddys erster Blockpunkt (gegen Dieckmann) konnte das Spiel nicht mehr drehen. Brink/Dieckmann verwandelten ihren zweiten Matchball zum 21:18 Sieg.


(Bild: GSM HOCHZWEI)
Stefan Kobel zeigte vor heimischem Publikum nochmal sein ganzes Können. Der erste Abschied fand hier in Luzern statt. Der Zweite (von der World Tour) folgt noch in dieser Woche in Polen, der Letzte in Bern an der Schweizermeisterschaft Ende August.

Es wurde zur Revanche für die Niederlage in Stavanger. Steff und Päddy gewinnen in einem phasenweise dramatischen Spiel gegen die Norweger Tarjei Skarlund/Jorre Kjemperud, nachdem sie im zweiten Satz zunächst wie die Verliererer aussahen, und im dritten Satz den schon sicher geglaubten Sieg wieder aus der Hand zu geben schienen. Die Norweger servierten sehr stark. Kjemperud machte mit Sprungservice und Skarlund mit Flatteraufschlägen Druck. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten Steff und Päddy sehr kämpferisch. So sah auch Päddy das Spiel: "Das war nur noch Kampf pur!" Bleibt zu hoffen, dass sich die beiden über die Nacht gut erholen können - die neu geschöpfte Kraft werden sie nämlich gegen das im Worldranking am besten klassierte Europäische Team, Julius Brink/Christoph Dieckmann, gut brauchen können. Dass letztere aber sehr wohl zu bezwingen sind, bewiesen heute die Esten Kais/Vesik.


Das vierte Spiel (drei davon über drei Sätze) am gleichen Tag - das geht an die Substanz. Im Hintergrund der Pilatus.

Die stark aufschlagenden Ukrainer Nikolayev/Babich haben es HK nicht leicht gemacht, die nächste Runde zu erreichen. Im zweiten Satz blieben sie hartnäckig und nützen die einzige Schwächephase von Steff und Päddy zum Satzgewinn aus. HK hatten es wieder in der Hand zum vorentscheidenden 19:16 im zweiten Satz davonzuziehen. Diese Chance vergaben sie und mussten in den Entscheidungssatz, den sie vor toller Zuschauerkulisse deutlich dominierten.


Babich im Blockduell mit Päddy.

Das Spiel um Platz 9 gegen die Deutschen Eric Koreng und Kai Matysik war nur in wenigen Momenten umstritten. Vor allem im ersten Satz als HK eine 19:16 Führung verpassten und die Deutschen, die in dieser Phase mit Service-Netzrollern Glück hatten, zurück ins Spiel kamen. Im zweiten Satz machten Steff und Päddy mit zum Teil grandiosen Defense-Aktionen alles klar.


Side-Court in der Krienser Badi: Steff kann gegen den sich vom Netz lösenden Kai Matysik ohne Block angreifen.


Steff am Block. Päddy als Verteidigungsspieler: Hier noch taktisches Mittel gegen die Esten, in der nächsten Saison für Päddy vielleicht Standard?

Gegen Kais/Vesik aus Estland lief im ersten Satz alles wie am Schnürchen - je länger das Spiel dauerte desto schwieriger wurde es gegen die Esten zu punkten. "Ich wurde immer müder, am Ende fehlte mir wieder ein bisschen die Kraft. Jetzt müssen wir eben übers Loser.", meint Steff nach dem Spiel.


Steff Kobel greift in der Schweiz zum letzten mal auf internationalem Niveau an. Paddy Heuscher spielt die nächste Saison mit wem...?
(Bilder GSM HOCHZWEI)